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Auch wenn Schaufensterpuppen
schon mehrere Jahrhunderte gibt, so werden sie, so
wie sie uns heute
bekannt sind, erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts
produziert.. Figuren,
die zuvor gefertigt
wurden, waren beispielsweise
ausschließlich kopflos. Auch wurden sie auf eine andere Art
hergestellt, meist wurde
Holz oder Pappmache für die
Produktion verwendet. Dies hatte den Nachteil, dass der
Stand der Puppen
oft nicht so stabil war, die Figuren
sehr verletzlich.
Somit
konnte eine langanhaltende Beständigkeit nicht
gewährt werden.
Dies änderte sich mit der Wende zum
20. Jahrhundert. 1907 ist das Jahr der Gründung
der
ältesten Firma Moch, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Schaufensterpuppen
herzustellen.
Diese unterschieden sich in Material
und Aufmachung. Es wurde Gips oder Wachs für die Herstellung
verwendet.
Noch nicht perfekt ausgereift diese Arbeitsweise, da das
Wachs im Scheinwerferlicht leicht
schmelzen konnte, dennoch war der
Reifeprozess der Schaufensterpuppe
im Gange.
Bei der Anfertigung hat
man sich mehr auf das Design des Mannequin
konzentriert.
Den neuen Schaufensterfiguren
wurden nun Köpfe verpasst, die der
Kreativität der Hersteller
neue Herausforderung bieten konnte.
Das Gesicht musste vorsichtig modelliert werden, es konnte
experimentiert werden mit verschiedenen Gesichtszügen. Nun ist
die Frage, wie sich solch
eine Fertigung einer Schaufensterfigur
vollzieht.
In einem ersten Schritt modelliert der Bildhauer ein
Grundmodell der Schaufensterpuppe
aus Gips oder Ton.
Die Erscheinung
von Schaufensterpuppen entspricht unserem modernen Bild der
Ästhetik.
Aus diesem Grund helfen reale Fotomodells bei der
Anfertigung der Mannequins.
Von den Modells werden
Gesichtsabdrücke genommen, die dann auf die Puppe
übertragen werden.
Bei vielen Figuren wird gleichzeitig das
Haar eingearbeitet.
Dies bietet dem Kunden den Vorteil, dass er die
Puppe nicht notwendigerweise mit einer Perücke versehen muss.
Was den Körperbau der Schaufensterfiguren
betrifft, so werden
diese meist in
Einheitsgrößen gefertigt, da es auf
diese Weise den Ausstellern und Ladenbesitzern
ermöglicht, mit
einer einheitlichen Konfektionsgröße zu arbeiten.
Der Gips oder Ton der Puppe lässt sich leicht formen, so kann
die gewünschte Körperhaltung
der Puppe durch
Bearbeitung der einzelnen Gliedmaßen (Beine, Arme, usw.)
erreicht werden.
Anschließend wird dieses Grundmodell mit
Polyurethan ausgegossen, was überwiegend
zur Abdichtung von
Fensterrahmen oder zur Wärmedämmung verwendet wird.
Obgleich es dem Betrachter meist nicht auffällt,, so finden
sich in einem ausgefüllten
Schaufenster oft identische Puppen,
die sich ausschließlich durch ihre Kleidung, ihr Make up
oder Perücken
unterscheiden. Dadurch erkennt man, wie flexibel
einsetzbar die „stillen Verkäufer“ sind.
Das Design der Schaufensterpuppe
wird stets vom aktuellen
Schönheitstrend bestimmt.
So wurden etwa in den
Fünfziger Jahren bevorzugt Filmstars modelliert. Der heutige
Trend
richtet sich nach einem schlanken, sportlichen
Schönheitsideal. Auch können wir molligere
Modelle
finden, doch sind diese immer noch in der Minderheit. Auch finden Schaufensterpuppen
nicht ausschließlich ihren Platz in einem
Ladenfenster, so werden auch Modelle
gefertigt, die ihren Platz in
Kunst und Ausstellungen finden. Bei diesen Puppen wird mit
Kreativität nicht gegeizt.
Oft sind es abstrakte Modelle mit
wildem Haar oder übertriebenen Gesichtsausdrücken.
Wie alt eine Puppe ist, kann man ihr am besten am Kopf absehen. Viele Schaufensterfiguren
weisen nach
gewisser Zeit Gebrauchsspuren oder
Risse auf. Diese können jedoch wieder kaschiert werden, ist
der
Schaden nicht zu groß. Viele Aussteller nutzen ihre
Puppen oft mehrere Jahrzehnte, denn
die Schaufensterpuppe
ist noch
immer eine kostspielige Investition. |
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